Es war ein Tag wie jeder andere. Man entschloss sich, noch rasch an die frische Luft zu begeben und dabei zeitgleich die wichigsten Einkäufe zu erledigen. Naheliegend war der Tankstellenshop.
Ein Tankstellenshop-Einkauf ist jedes Mal ein Erlebnis! Man sieht die interessantesten Menschen und die komischsten Vögel. Manche Individuen nutzen den Tankstellenshop sogar, um mit ihren Autos vorzufahren und sich stundenlang zu unterhalten. Da sowohl alle Verkäufer als auch ihre Chromstahlfelgen-Kunden der selben Nationalität angehören, wird grundsätzlich eine Fremdsprache gesprochen. Ist man gewissen Ausdrücken dieser Fremdsprache (z.B. Türkisch, Serbisch oder Italienisch) gewachsen, so entpuppen sich diese Gespräche als reine Zeitvertreib-Massnahmen der betreffenden Sprecher.
Speziell wird es erst, wenn man als “fremder” Kunde das Geschäft betritt und sich brav anstellt und wartet, dass die Kollegen ihr Gespräch beenden. Dann, als man gnädigerweise vorgelassen wird, muss man eine jede Bitte doch noch einmal wiederholen, um sie an den Empfänger zu richten, zu sehr ist dieser mit der Kommunikation mit seinen KollegInnen beschäftigt.
Nun ja, das gehört offenbar zum Einkaufen in Tankstellenshops. Es gehört dazu wie Bekannte zu treffen, welche sich um 23.00 Uhr noch zwei Flaschen des billigsten Weines kaufen oder gestresste Geschäftsleute, welche eine Milch mit drei Kreditkarten bezahlen wollen.
Und das beste Erlebnis bisher war jene untergebildete Dame im berühmten “Ich habe drei Löcher”-Outfit, welche den Kassier darum bat, die Red Bull so zu sortieren, dass jene Dosen mit dem schwarzen Punkt neben dem Zeitstempel auf dem Boden separat stehen. Sie trinke grundsätzlich nur diese, weil das Aroma anders ist. Logisch. Und das Coca Cola in den Petflaschen hat eine andere Zusammensetzung als jenes in der Glasflasche. Viel Erfolg im Leben.

